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Der menschliche Körper besteht aus Zellen, welche alle durch Zellteilung (Mitose) aus einer einzigen befruchteten Eizelle entstanden sind. Diese befruchtete Eizelle ist omnipotent, aus ihr entwickeln sich alle späteren Körperzellen. Die einzelnen Organe und Gewebe haben sich unter komplexen Regulationsvorgängen zu unterschiedlichem Aufbau und verschiedenen Funktionen differenziert. Die Differenzierungs- und
Wachstumsprozesse laufen nach einem in der Erbsubstanz (DNS) festgelegten Plan ab unter Einfluss von Hormonen und anderen Faktoren
wie Umweltbedingungen.
Wenn der menschliche Organismus einmal ausgewachsen ist, kann er zugrundegegangenes Gewebe nur zum Teil wieder
ersetzen, weil sich nicht mehr alle Zellen teilen. Im Zentralnervensystem wird die Teilung der Neuronen durch Hemmsubstanzen verhindert, so dass nur noch
vereinzelt Zellteilungen beobachtet werden können. Nur in ganz bestimmten Gebieten des Nervensystems (Beispielsweise der Hippocampus, wo die Gedächtnisfunktionen lokalisiert sind) findet man
häufig sich teilende Zellen. Gewebe, welche sich willig vermehren sind die Epithelien und das Binde- und Stützgewebe. Sehr beschränkt vermehren und regenerieren können sich das Nervengewebe und ein Teil der Muskelzellen, ein allfälliger Verlust dieser Gewebearten ist also nicht reversibel.
| Regeneration |
Ersatz
von verlorengegangenem Gewebe durch gleichwertiges Gewebe
- Haut nach Schürfung
- Ersatz von Darmepithelzellen (3 Tage)
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| Reparation |
Ersatz von verlorengegangenem Gewebe durch minderwertiges
Gewebe, meist Bindegewebe
Reparation führt meist zur Bildung
von Narben. Beispiele:
- Leberzirrhose bei chronischer Hepatitis
- Narbe nach Myokardinfarkt
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Wenn ein Gewebe die volle Ausdehnung erreicht hat, wird ein weiteres Wachstum
- durch Hemmstoffe und
- durch den Kontakt der Zelle mit ihrer Nachbarzellen
verhindert (Adhäsine, Integrine).
Diese Mechanismen sorgen dafür, dass ein Organ nicht plötzlich viel mehr Raum beansprucht als ihm zur Verfügung steht, und “aus allen Nähten platzt”. Dieser Kontrollmechanismus scheint bei Krebserkrankungen zu versagen.
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