Obwohl Diabetes Typ 1 sich in jedem Alter manifestieren kann, werden doch die meisten Fälle kurz vor dem Eintritt in die Schule oder dann am Anfang der Pubertät diagnostiziert. Diabetes Typ 1 ist in seiner geographischen Verbreitung sehr variabel, in den nordeuropäischen Ländern Finnland und Schweden beträgt die Inzidenz etwa 30 Fälle pro Jahr und pro 100 000 Einwohner, in Japan und Korea beträgt sie bloss etwa 0.5 bis 2 Fälle. In Europa ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle ersichtlich, aber es gibt auch einige isolierte Regionen, die dieser Regel widersprechen. So findet man in Sardinien ein ähnlich hohe Inzidenz wie in Finnland. Dies sind Gründe, welche sowohl für eine genetische Komponente sprechen, wie auch für den Einfluss von Umweltfaktoren. Umweltfaktoren, welche diskutiert werden sind:
Der Beweis steht noch aus, aber klar ist, dass die Dauer der Muttermilchgabe im Säuglingsalter in umgekehrter Korrelation steht zum Risiko an Diabetes zu erkranken und in Ländern mit hohem Konsum an nicht-fermentierten Milchprodukten ist Diabetes wesentlich häufiger als in Ländern, wo dies nicht der Fall ist (Japan, arabische Länder).
Die am besten akzeptierte Theorie für die Entstehung eines Diabetes Typ 1, ist die Autoimmunität. Es wird postuliert, dass Antikörper, welche im Rahmen einer Virusinfektion produziert wurden, je nach HLA-Typus, kreuzreaktiv sein könnten mit pankreatische B-Zellen-Antigene. Somit entsteht eine chronische Insulitis, welche über die Dauer von mehreren Jahren die Insel-B-Zellen unablässig zerstört. Aus epidemiologischen Studien weiss man, dass Mumps, Coxakie B Viren (v.a. B4 Serotyp) und Rubella (intrauterine Infektion) in Frage kommen.
Zu den bisher bekannten Diabetesassozierten autoreaktiven Antikörper zählen
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08.11.2001 / bw |