Cannabinoide sind eine komplexe Mischung psychoaktiver Substanzen aus der Hanfpflanze und kommen als Marijuana oder Haschisch vor. Die Hauptwirksubstanz im Marijuana ist
D9-tetrahydrocannabiol.
Decknamen: Verbreitete Bezeichnungen sind THC (Tetrahydrocannabiol), Gras, Hasch, Kif und Pot.
Applikation
Marijuana wird in der Regel geraucht, kann aber auch oral aufgenommen oder intravenös gespritzt werden.
Wirkung
Die Wirkungen von THC sind Entspannung, Euphorie und grössere Empfindlichkeit der Geschmacks-, Gehör- und Tastsinne. Es kommt aber auch zu Gedächtnisverlust, Verminderung der Lernfähigkeit, Desorientierung und Psychosen. Weitere Symptome sind glasige, blutunterlaufende Augen und geschwollene Augenlieder. Beim Einsteigen sind Panikattacken recht häufig. THC enthält mehr carcinogene Stoffe als Tabak. Die Wirkungsdauer beträgt 2-4 Stunden.
Stoffwechsel
Da THC fettlöslich ist, wird es im Fettgewebe mit einer Halbwertszeit von 7-8 Tagen gespeichert. Cannabis wird im Urin hauptsächlich als 9-Carboxy-THC (COOH-THC) ausgeschieden.
Nachweis
Der Nachweis erfolgt im Urin. Ein positiver Test ist bereits ca. 1 Stunde nach dem Rauchen von Marijuana zu erwarten. Wegen der langsamen Freisetzung aus dem Fettgewebe kann der Nachweis auch nach einer Woche noch positiv sein.
Als Screeningtest werden vorallem Immunoassays (cutoff 100 ng/ml) eingesetzt. Methode der Wahl für Bestätigungtest ist die Gaschromatographie/Massenspektrometrie (cutoff 15 ng/ml).
Längerdauernder Cannabiskonsum führt zur Gewöhnung, d.h. dass ständig höhere Dosen benötigt werden.
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