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Vaskuläre Nierenerkrankungen  
 
 
Nierenarterienstenose 
Eine Nierenarterienstenose ist eine ein- oder doppelseitige Einengung der A.renalis oder ihrer Hauptäste. Sie kann die Ursache einer arteriellen Hypertonie sein, die dann als renovaskuläre Hypertonie bezeichnet wird. 

Ursache ist in etwa 70% der Fälle eine Arteriosklerose (überwiegend im  höheren Lebensalter) und in etwa 20% eine fibromuskuläre Dysplasie (eine bindegewebige Fehlbildung). Selten sind Aneurysmen der Aorta oder Nierenarterie, Vaskulitiden, mechanische Kompression durch Tumoren oder Zysten, Embolien oder Thrombosen ursächlich beteiligt. 

Die Verengung der Nierenarterie führt zu einer Minderdurchblutung der betroffenen Niere. Um die vermeintliche (lokale!) Blutdruckerniedrigung auszugleichen, steigert die Niere die Produktion von Renin, welches über den Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus zu einem Anstieg des Blutvolumens und einer Blutdrucksteigerung des gesamten Organismus und damit zur arteriellen Hypertonie führt. Die Nierenarterienstenose wird daher auch meistens bei der Abklärung einer Hypertonie entdeckt, sie ist allerdings nur in etwa 1-2% aller Hypertonien die Ursache.

Therapeutisch bestehen verschiedene Möglichkeiten:

  • PTA (perkutane transluminale Katheterangioplastie): Die Aufdehnung der Verengung mittels eines eingeführten Ballonkatheters (Ballondilatation)
  • Stent: Einlage eines Drahtgeflechts (Stent), welches das Gefäss offen halten soll 
  • Operative Beseitigung der Stenose

 

Nierenarterienverschluss 
Ursachen: häufig Embolien aus dem Herzen, z.B. bei Vorhofflimmern.

Symptome: Flankenschmerz, Proteinurie, sehr hohe LDH

 
Nierenvenenthrombose 
Ursachen: retroperitoneale Erkrankungen, Exsikkose, Gerinnungsstörungen (z.B. AT III-Mangel)

Symptome: Flankenschmerzen, Proteinurie ev. nephrotisches Syndrom, ev. Hämaturie

 
Nephrosklerose 
Die Nephrosklerose ist eine Schädigung der Nierenarteriolen als Folge einer arteriellen Hypertonie. Es kommt zu Nekrosen der Arteriolenwand mit Einschränkung des Lumens, zu Gefässverschlüssen und zu Niereninfarkten.

Die Nephrosklerose ist in etwa 5% die Ursache einer terminalen dialysepflichtigen Niereninsuffizienz. 

 
Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) 
die klassische Trias des hämolytisch-urämischen Syndroms besteht aus: 
  • Nierenversagen
  • hämolytischer Anämie
  • Thrombopenie mit Blutungsneigung

 zu: Nephrolithiasis


21.11.2000 / hpk