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Nierenerkrankungen: Übersicht  
 
 
Diagnostik 
Die Diagnostik der Nierenerkrankungen ist kompliziert, weil ähnliche klinische Bilder durch unterschiedliche Ursachen bedingt sein können. 

Die Erkrankungen der Nieren lassen sich entsprechend den anatomischen Strukturen gliedern in 

  • Erkrankungen der Glomerula: Glomerulopathien, Glomerulonephritiden 
  • des tubulären Systems und des Interstitiums sowie 
  • der Blutgefässe: vaskuläre Nierenerkrankungen. 

Unabhängig von der auslösenden Ursache ist für den Kliniker die Unterscheidung zwischen akutem Nierenversagen  und chronischer Niereninsuffizienz von Bedeutung.

Kommt es infolge eines Nierenversagens zu einer Retention von harnpflichtigen Substanzen wie Creatinin, Harnstoff usw., so spricht man von einer Urämie (engl. azotemia, im Volksmund "Harnvergiftung"). 

Es ist jedoch bei einer Urämie durchaus möglich, dass die Nieren (noch) normal funktionieren würden. Beispielsweise können gesunde Nieren bei einem Patienten, der einen extremen Mangel an Salz und Wasser hat, die Ausscheidung von Urin und damit aller harnpflichtigen Substanzen praktisch einstellen, um ein ausreichendes Blutvolumen aufrecht zu erhalten.

Leitsymptome sind Störungen von Diurese und Miktion, pathologische Urinbefunde, Schmerzen, und Ödeme (Lidödeme, Lungenödem, Hirnödem), Übelkeit, Erbrechen. Besonders schnell entgleist der Kaliumhaushalt, es kann sich eine Hyperkaliämie mit lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen entwickeln. Störungen des Säure-Basen-Haushalts sind von den auslösenden Ursachen abhängig.

Bei der chronischen Niereninsuffizienz kommt es zu Müdigkeit und Lethargie (Leistungsknick). 

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21.11.2000 / hpk