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Urinbefunde: Bilirubin & Urobilinogen  
 
 
Bilurubin 

Bilirubin ist normalerweise im Urin in so geringen Konzentrationen vorhanden, dass es vom Teststreifen nicht erfasst wird. Der Nachweis von Bilirubin mit dem Urinstix deutet daher auf eine Erkrankung der Leber oder der Gallenwege hin und vor anderen Zeichen einer Störung auftreten.

Abgestandener Urin kann falsch negativen Ergebnissen liefern, da insbesondere Sonnenlicht Bilirubin oxidiert.

Falsch positive Ergebnisse können durch Phenothiazid und Chlorpromazid verursacht werden.

 
Urobilinogen 

Urobilinogen kommt normalerweise im Urin vor. Erhöhte Werte können auf Leberstörungen oder übermässigen Abbau von Erythrozyten hinweisen. 

Diagnostisch bedeutsamer ist das Fehlen von Urobilinogen im Urin, was bei fehlender Gallenproduktion in der Leberzelle, bei gestörtem Gallenabfluss in den Darm und bei ausbleibender Bilirubinreduktion im Darm vorkommt.

Die praktische Nachweisgrenze des Teststreifens liegt bei etwa 7 µmol Urobilinogen/L, die obere Grenze des Normalbereiches bei etwa 17 µmol Urobilinogen/L. 

Sonnenlicht führt zu Oxidation von Urobilinogen und damit zu falsch negativen Werten.

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21.11.2000 / hpk