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Auch hier ist zu unterscheiden, ob es um
die Diagnostik von Nierenerkrankungen geht oder ob wegen prärenalen
Veränderungen Substanzen im Urin gemessen werden.
Eingesetzt werden Absorptionsphotometrie,
Nephelometrie bzw. Turbidimetrie und Potentiometrie (Ionenselektive
Elektroden).
Häufige Untersuchungen im Urin sind:
- Schwangerschaftstest (hCG)
- Elektrolyte: Natrium, Kalium, Calcium,
Chlorid, Magnesium, anorganisches Phosphat,. Als
Übersichtsuntersuchung dient die Bestimmung der U-Osmolalität.
- Metabolite: Glucose, Amylase,
Harnsäure, Myoglobin, Vanillinmandelsäure, Hydroxyindolessigsäure,
Katecholamine
- Knochenstoffwechsel: Deoxypyridinolin,
Pyridinolin
- Hormone: Steroidprofil
- Porphyrine: Delta-Aminlaevulinsäure,
Porphobilinogen, Uroporphyrin, Koproporphyrin
- Monoklonale Gammopathien
- Drogenscreening / Medikamente:
Amphetamine, Barbiturate, Benzodiazepine, Cocain, Cannabis, Opiate,
Methadon, Trizyklische Antidepressiva, Alkohol usw.
- Toxine: Amanitin
Eine Schlüsselstellung nimmt die Messung
und Differenzierung der Proteine im Urin ein (siehe: Elektrophoretische
Untersuchungen, Leitproteine).
Zur Untersuchung der Nierenfunktion eignen
sich:
- Creatinin: kann mittels Farbreaktion
oder enzymatisch bestimmt werden
- Creatininclearance
- Cystatin C: wesentlich teurer als die
Creatininbestimmung
- Harnstoff: nahrungsabhängig und damit
wenig zuverlässig
Andere Untersuchungen
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Zur Bestimmung der Urindichte kann die Refraktrometrie
verwendet werden, zur Bestimmung der Osmolalität eignet sich die
Gefrierpunktserniedrigung.
Die Messung der Elektrolyte (Natrium,
Kalium, Chlorid) erfolgt heute potentiometrisch mit ionenselektiven
Elektroden.
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