Um die Aussagekraft ("Qualität") einer
Laboruntersuchung bezüglich einer bestimmten Fragestellung beurteilen
zu können, muss die Leistungsfähigkeit der Laboruntersuchung als solches
und gegenüber dieser bestimmten Fragestellung bekannt sein.
Zur Leistungsfähigkeit einer
Laboruntersuchung als solches
zählen:
- Die analytische Sensitivität
- Die Präzision (Reproduzierbarkeit)
- Die diagnostische Sensitivität und
die Spezifität
- die Verfügbarkeit
Bezüglich Beurteilung eines
Testergebnisses müssen bekannt sein
- die Prävalenz der Erkrankung, welche
mit diesem Test diagnostiziert oder ausgeschlossen werden soll.
- der prädiktive Wert
Bezüglich Oekonomie müssen bekannt sein
- Investionskosten für Laborgerät(e)
- Wartungs- und Servicekosten dieser
Laborgerät(e)
- Reagenzienkosten (inkl. Kalibrationen
und Qualitätskontrollen), inkl. Kosten für Aufbewahrung von
Reagenzien (Kühlschrank, Kühlraum)
- Personalkosten
- Kosten für ev. Umbauten, Einbauten,
Klimatisierung, Wasserzufluss, Abfluss usw.
- Ertrag pro Analyse (Taxpunkte)
Aus medizinisch-diagnostischer Sicht ist
zu unterscheiden zwischen
- Testwahl: die
diagnostische Sensitivität und Sensitivität werden bei der Leistungsfähigkeit einer Laboruntersuchung bzw. bei der
analytischen Validation behandelt. Bei der Testwahl sollte aber auch
immer die Belastung des Patienten bedacht werden, sei es in Bezug
auf das Risiko der Probennahme oder der seelischen Belastung (Angst
vor der Blutentnahme aber auch vor den Konsequenzen eines
pathologischen Resultats usw.)
- Testinterpretation: die medizinische
Validation umfasst neben dem Verständnis der pathologischen,
krankheitsspezifischen Veränderungen zusätzlich Kenntnisse über die Prävalenz und den prädiktiven Wert, aber auch
die Erstellung von Referenzbereichen bzw.
Beurteilungskriterien.
funktionale
Sensitivität
= kleinste Konzentration, die mit einem Variationskoeffizienten von weniger oder gleich 20%
gemessen werden kann.
analytische Sensitivität
= kleinste Konzentration, die von Null unterschieden werden kann.
In der Regel berechnet als die
Konzentration, welche 2 Standardabweichungen oberhalb des niedrigsten
Standards liegt.
analytische Spezifität
Kreuzreaktionen
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