|
Disaccharide werden durch Verknüpfung von zwei Monosacchariden (glycosidische Bindung) gebildet. Die wichtigsten Vertreter der Disaccharide sind:
Maltose entsteht aus dem Zusammenschluss zweier Glukosemoleküle, wobei Wasser frei wird. Die Verknüpfung erfolgt zwischen den Kohlenstoffatomen C1 mit einer Hydroxy-Gruppe in alpha-Stellung und C4 des zweiten Moleküls, so dass eine a1,4-glycosidische Verbindung entsteht: Glucose-a1,4-Glucose.
Abb.1: Maltose besteht aus 2 Glucosemolekülen, die mit einer a-1,4-Bindung verbunden sind. Isomaltose
Abb.2: Isomaltose (Glucose-a1,6-Glucose)
Die nur schwach süsse Lactose (Galactose-b1,4-Glucose) kommt ausschliesslich in der Milch vor und besteht aus Galactose und Glucose. Da es sich um eine b-glycosidische Verbindung der beiden Monosaccharide handelt, kann das Molekül auf zwei Arten dargestellt werden:
Abb.3: Zwei verschiedene Darstellungsmöglichkeiten des Lactosemoleküls Lactose kann durch das Enzym Lactase gespalten werden.
Saccharose besteht aus Glucose und Fructose ( Glucose-a1,b2-Fructose). Im Pflanzenreich ist die Saccharose die Transportform der Kohlenhydrate und dient auch als lösliche Kohlenhydrat-Reserve. Da sie sehr süss ist, wird sie zum Zuckern von Speisen geschätzt. Besonders reich an Saccharose sind Zuckerrohr und Zuckerrüben. Durch enzymatische Hydrolyse des saccharosehaltigen Blüten-Nektars im Verdauungstrakt der Bienen entsteht der Honig, eine Mischung zwischen Glucose und Fructose.
|
||||||||
|
02.02.2001 /hpk |